10/2017 - Aktivitäten - Städtepartnerschaft Treptow-Köpenick – Cajamarca

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Cajamarcagruppentreffen 2017

Städtepartnerschaft Treptow-Köpenick – Cajamarca
Herausgegeben von in Aktivitäten ·
Agenda 2030 und nachhaltige Partnerschaft -
Cajamarcagruppen trafen sich im Rathaus Köpenick

Wie in jedem Herbst trafen sich auch in diesem Jahr Vertreterinnen und Vertreter der deutschlandweit aktiven Cajamarca-Solidaritätsgruppen zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Zum dritten Mal nach 2006 und 2012 war in diesem Jahr wieder die AG Städtepartnerschaft Treptow-Köpenick – Cajamarca in Kooperation mit dem Bezirksamt die Gastgeberin. Viele der Gruppen arbeiten als katholische Gemeindepartnerschaften teilweise schon seit 50 Jahren und mehr mit Kirchengemeinden in und um Cajamarca zusammen. Beim vorjährigen Treffen in Freiburg war vereinbart worden, sich mit dem Thema der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zu beschäftigen und konkrete Bezüge zur Partnerschaftsarbeit herauszuarbeiten. Also trafen sich vom 29. September bis 1. Oktober gut 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rathaus Köpenick, darunter auch wir von der StäPa und drei ehemalige Freiwillige, die in Cajamarca in verschiedenen Projekten gearbeitet haben.


Cajamarcagruppentreffen 2017 im Rathaus Köpenick / Los grupos asociados con Cajamarca en la Alcadía de Köpenick, encuentro 2017 (Foto: Michael Schrick)

Bezirksbürgermeister Oliver Igel und der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Peter Groos wiesen in ihren Grußworten auf die Bedeutung von Partnerschaftsarbeit in Zeiten des verstärkten Einflusses rechtspopulistischer und nationalistischer Bewegungen hin. In langen Jahren erarbeitete, einmal sicher geglaubte Positionen hinsichtlich einer verantwortungsbewussten, zukunftsfähigen Kommune werden nicht nur von rechten, sondern auch von konservativen Parteien torpediert und inzwischen in Frage gestellt. Gleichzeitig brachte Herr Igel seine Freude zum Ausdruck, dass in der letzten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung zwei wichtige Beschlüsse zur Agenda 2030 verabschiedet wurden. In zwei einführenden Vorträgen ging es dann um die als Agenda 2030 bekannt gewordenen UN-Nachhaltigkeitsziele. Vera Strasser von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt stellte sie vor und wies darauf hin, dass die SDGs – anders als ihre Vorgänger, die Milleniumsziele, – nicht nur die Länder des Südens, sondern alle Länder des Planeten ansprechen. Alle Staaten sind aufgefordert, sich gemeinsam um nachhaltiges und zukunftsfähiges Handeln zu kümmern. Bettina Schorr und Gerardo Damonte vom Kooperationsprojekt trAndes von der Freien Universität Berlin und der renommierten Katholischen Universität Lima gaben interessante Einblicke in die begonnene Umsetzung der SDGs und in die politischen Strukturen Perus. Mit einem Kartenspiel zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, das die Teilnehmer/innen aktiv zum „lauten“ Nachdenken über Zusammenhänge und auch Widersprüche zweier Ziele auffordert, begann der Nachmittag.


In der Arbeitsgruppe Globales Lernen / En el grupo de trabajo Aprendizaje Global (Foto: Cora Steckel)

In vier Arbeitsgruppen zu Sozialprogrammen in Peru, zur Seniorenarbeit in Peru und Deutschland, zum Globalen Lernen und zu Projektarbeit und deren Finanzierungsmöglichkeiten wurden die angesprochenen Themen vertieft und konkretisiert. Das Treffen klang aus mit einer gemeinsamen Schifffahrt über die Köpenicker Gewässer. Das nächste Cajamarcagruppentreffen findet vom 5. – 7. Oktober 2017 wieder einmal in Tettnang nahe des Bodensees statt (siehe auch StäPa-Broschüre Nr. 27 vom November 2013). Es wird sich schwerpunktmäßig mit beruflichen Bildungsmöglichkeiten und einkommensschaffenden Maßnahmen vor allem im ländlichen Raum Cajamarcas befassen.

Michael Schrick



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